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Anlagegüter abschreiben

Mit Abschreibungen macht ein Unternehmen die Kosten seiner Investitionen in der Gewinnermittlung steuerlich geltend. Nach § 247 Abs. 2 HGB sind als Anlagevermögen in der Handelsbilanz solche Gegenstände auszuweisen, die bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Diese Bestimmung ist auch für die steuerliche Bewertung maßgeblich (R 32 Abs. 1 EStR).

Mit anderen Worten: Anlagegüter sollen im Geschäftsbetrieb gebraucht werden, und nicht verbraucht, wie z. B. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Und Anlagegüter sind nicht zum Weiterverkauf bestimmt wie der Wareneinkauf oder die Produkte des Unternehmens.

Trotz zumeist längerfristiger Nutzung sind Anlagegüter nicht für die Ewigkeit bestimmt, sondern nutzen sich ab und/oder gehen irgendwann kaputt. Dies gilt selbst für nichtkörperliche (immaterielle) Anlagegüter wie Software, da diese irgendwann entweder rechtlich überholt sind oder technisch auf neueren Computersystemen nicht mehr lauffähig sind.

Diese Abnutzung führt direkt zum Begriff der Abschreibung: Anlagegüter stehen dem Unternehmen normalerweise über einen Zeitraum von mehreren Jahren zur Verfügung. Daher werden die Kosten der Anschaffung über diesen Zeitraum planmäßig als Abschreibungen verteilt und damit als Aufwand gewinnmindernd geltend gemacht. Der im Steuerrecht verwendete Begriff AfA bedeutet nichts anderes als Absetzung für Abnutzung.

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