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Außerplanmäßige Abschreibung

Bei abnutzbaren Anlagegütern sieht das Steuerrecht nach § 7 Abs. 1 EStG auch außerplanmäßige Abschreibungen vor und nennt diese dann Absetzung für außergewöhnliche technische oder wirtschaftliche Abnutzung (AfaA). Die außerplanmäßigen Abschreibungen sollen eine dauernde Wertminderung eines Anlageguts, z. B. durch Schäden und Zerstörung oder überdurchschnittliche Nutzung ausgleichen.

Beispiel:

Ein Firmen-Pkw mit einem aktuellen Restbuchwert von 14.000 EUR wird durch einen Unfall mit Totalschaden wertlos und scheidet damit aus Ihrem Unternehmen aus. Der Pkw wurde bisher linear abgeschrieben. Vom Jahresanfang bis zum Monat des Ausscheidens wird die zeitanteilige lineare AfA berechnet. Der noch verbleibende Restbuchwert wird dann komplett mit einer außerplanmäßigen Abschreibung auf Null gebracht.

Außerplanmäßige Abschreibungen sind nicht zulässig, wenn das Anlagegut bisher degressiv abgeschrieben wurde. Sie können dieses Problem jedoch durch den einmaligen und endgültigen Wechsel von der degressiven zur linearen Abschreibung umgehen.

Insofern durch eine außerplanmäßige Abschreibung der Restbuchwert des Anlageguts nicht Null ist, gibt es zwei Möglichkeiten zum weiteren Verlauf der Abschreibung: Sie können den Restbuchwert linear (gleichmäßig) auf die unverkürzte oder aber auf eine verkürzte Restnutzungsdauer verteilen (z. B. wenn durch überdurchschnittliche Auslastung die restliche Nutzungsdauer einer Maschine geringer geworden ist).

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