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Eröffnung von Bilanz-/Bestandskonten

Damit sich für ein Bestandskonto nach jeder Buchung ein korrekter Saldo (= aktueller Bestand) ermitteln lässt, muss zuerst ein Anfangsbestand eingebucht werden. Hier stellt sich die Frage, auf welche Seite des Kontos (Soll oder Haben) dieser Anfangsbestand gebucht wird.

  • Bilanz: Wenn Sie die Anfangsbestände aus einer Bilanz entnehmen, so ist die Zuordnung sehr einfach: Bestände aus der Aktiva-Seite der Bilanz kommen ins Soll (immer linke Seite), Bestände aus der Passiva-Seite ins Haben (immer rechte Seite).

  • Einnahmen-Überschuss-Rechnung: Wenn Sie die Anfangsbestände aus einer EÜ-Rechnung entnehmen, können Sie nach folgender Regel verfahren: Positive Bestände (Bankguthaben, Anlagevermögen) kommen ins Soll, negative Bestände (Verbindlichkeiten, Bankschulden) kommen ins Haben.

Beispiel:

Der Anfangsbestand wird auf der Soll-Seite des Kontos erfasst. Erhöht sich der Bestand (z. B. durch Bareinnahmen im Ladengeschäft), muss die Erhöhung ebenfalls auf der Soll-Seite erfasst werden. Eine Bestandsminderung dagegen (z. B. Einkauf von Büromaterial mit Barzahlung) wird auf der Haben-Seite erfasst. Die Differenz aus Soll- und Haben-Seite des Kontos ergibt den aktuellen Bestand an Bargeld (siehe Abschnitt T-Konto).

Zur Übernahme des Anfangsbestands auf ein Konto benötigt man ein sogenanntes Eröffnungskonto. Dieses ist ein Hilfsmittel für die technische Durchführung der Konteneröffnung, da auch Eröffnungsbuchungen immer ein Gegenkonto benötigen:
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Nach einer kompletten Bestandsübernahme zeigt das Eröffnungskonto den Saldo aller Bestände mit umgekehrtem Vorzeichen an. Die Eingabe der Eröffnungsbestände erfolgt in MonKey Office über den normalen Buchungsdialog. Zum Vortrag der Schlussbestände eines Jahres auf die Anfangsbestände des folgenden Jahres gibt es die Funktion Saldenvortrag, die Eröffnungsbestände sind im Normalfall also nur ein einziges Mal manuell einzugeben.

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